Ein kurzer Moment

Ein kurzer Moment am Rande der Zeit
Sekunden berauschender Ewigkeit
Erkennen, Versteh’n, der Glaube daran,
die Brücke weit über den Ozean.
Ich schick‘ eine Barke durch Nebel zu Dir
Steig‘ ein in Dein Herz, laß Dich führ’n zu mir.
Der Mond und die Sterne zeugen dafür,
uralte Bande begegnen sich hier.

Ein kurzer Moment in Stille und Glück
Vergessen, vermißt und endlich zurück.
Getrenntes vereint, Verlornes entdeckt
Vergrabenes Wissen zum Leben erweckt.
Dein Lächeln ist Antwort, Dein Blick vertraut.
Spür‘ fast Deine Hände auf meiner Haut.
Und mit Deiner Stimmer ziehst Du mich an,
bin immer und wieder in Deinem Bann.

Ein kurzer Moment verwirrend und klar,
Gewißheit und Zweifel, Sehnsucht, Gefahr.
Das Alte wird neu, das Neue scheint alt,
bekanntes Gefühl in fremder Gestalt.
Und macht es auch Angst, so lohnt es sich doch,
denn unendlich viel erwartet uns noch.
Mit all Deinen Sinnen siehst Du mich an.
Mein Bruder, mein Freund, mein liebender Mann.

Ein kurzer Moment, der Zauber vorbei,
mir zittern die Knie, ich fühle mich frei.
Schnell drehst Du Dich weg, verbirgst Dein Gesicht.
Sag‘ kannst Du nicht, oder erkennst Du mich nicht?
Du gehst und ich weiß, Du hast es gespürt,
auch wenn ich nicht seh‘, wohin es Dich führt.
Ich bleibe zurück, bin schrecklich allein
Und sehne mich endlos bei Dir zu sein.

(Musik: melodiös, schwebend)

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